BAU EINES NEUEN TRINKWASSERBRUNNENS IM BRUNNENFELD ST.JOHANN

Zur weiteren Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in unserem Verbandsgebiet wurde die Errichtung eines zusätzlichen Brunnens im Brunnenfeld St. Johann wasserrechtlich bewilligt. Dieser Brunnen wird dabei als sogenannter „Großvertikalfilterbrunnen“ ausgeführt. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um einen „normalen“ Vertikalbrunnen, dessen Zentralbohrung mit einer Dimension von 1200mm bis 14m in die Tiefe reicht und mit einem Edelstahlfilterrohr mit der Dimension von 800mm ausgebaut wird. Um diese Zentralbohrung werden sechs weitere, sich überschneidende Bohrungen in den Dimensionen DN1200 bis auf eine Tiefe von 12m niedergebracht. Diese Bohrungen werden mit einem speziellen Filterkies aufgefüllt. Mit dieser Methode wird ein übergroßer Brunnenfassungsraum (Kieskörper!) geschaffen, der gewährleisten soll, dass auch bei geringerem Wasserstand noch reichlich Grundwasser der eigentlichen Entnahmestelle im Zentrum zufließt.

Damit erreicht diese Brunnenart ähnliche Leistungsfähigkeiten wie ein Horizontalfilterbrunnen, ist jedoch wesentlich kostengünstiger. Die Bohrarbeiten haben etwas zeitverzögert Anfang Juni dieses Jahres begonnen.
Ausführende Firma ist die Fa. Bernegger/Bachner aus 4591 Molln. Die Kosten für die Bohrarbeiten belaufen sich auf rund € 104.000,- exkl. 20% MwSt., wobei mit Gesamtkosten von rund € 200.000,- (exkl. 20% MwSt.) zu rechnen sein wird (Pumpversuche, Leitungsverlegung, Pumpenhaus, Steuertechnik). Spätestens mit Ende dieses Jahres soll die neue Brunnenanlage in die bestehende Trinkwasserversorgung eingebunden werden, wobei bei dieser Anlage die bestehenden Wasserressourcen im Brunnenfeld St. Johann bestmöglich genutzt werden sollen.

„Aufgrund der laufenden Investitionen in die Verbandsanlagen kann der Gemeindewasserleitungsverband Ternitz und Umgebung die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet weiter erhöhen“, so
Verbandsobmann StR KommR. Peter Spicker.

Ternitz, im Juni 2023